Tabellarische Übersicht des Programms

Der Stand ist noch vorläufig und kann sich noch geringfügig ändern.

Ort: Siehe Tagungsort

Datum: Samstag, 19.11.2016

Uhrzeit Track 1 (Hörsaal FT) Sprecher Track 2 (Raum FT 103) Sprecher
10:00 - 10:15 Begrüßung / Eröffnung Orga-Team  -  
10:15 - 10:45 Status des HAMNET-Backbone in DL DD9QP  -  
10:45 - 11:15 Net44-Adressnutzung im Internet - Eine Gefahr für das HAMNET? DG8NGN    
11:15 - 11:30 Pause   Pause  
11:30 - 12:00 Von der Idee zum Netzknoten - Einsteigervortrag für HAMNET SysOP's DL9SAU Fledermaustelemetrie DJ9RZ
12:00 - 12:30 Linkstrecken in Theorie und Praxis DL8UE/DM4KCS Aufbau Mittagsbuffet
 
12:30 - 13:30 Frei   Mittagessen  
13:30 - 14:00 Neuer Funkrufmaster DAPNET

DH3WR

Abbau Mittasgbuffet  
14:00 - 14:30 MMDVM Repeater mit Hamnet-Anbindung DJ7LC Stand der Entwicklung bei Linux AX.25 -apps, -tools, lib- DL9SAU
14:30 - 15:00 SIP-Telefonie im HAMNET
DH3WR HamNet Notfunk-Anwendungen in Rhein-Main / Wetterau (AS64660) DK3CW
15:00 - 15:45 Kaffeepause (während dessen Vorführung „Vernetzung analoger Repeater und HotSpots über das HAMNET (am Beispiel der HAMServerPi RadioBox/RepeaterBox")
DL3DCW Kaffeepause  
15:45 - 16:15 SDRPager - Low Cost Funkrufsender DH3WR QAMnet - Erfahrungen bei Konzeption und Bau einer automatisch betriebenen Wetterstation im Hamnet DG5MM

16:15 - 16:45

Zentrale Dienste im HAMNET - ein Lösungsvorschlag

DG8NGN/DL9SAU

   
16:45 - 17:00 Kurz vorgestellt: 70 cm HAMNET Transceiver für Benutzer und Einstiege DG1YFE    
17:00 - 17:15 Feedback/Abschlussdiskussion Alle    
19:00 - 24:00 Gemeinsames Abendessen im Restaurant Essbar

 

Details zu den Vorträgen

Track 1

Egbert Zimmermann, DD9QP - Status des HAMNET-Backbones in DL

Uhrzeit: 10:15 - 10:45
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: Es wird zunächst ein Überblick über den aktuellen Status des HAMNET-Backbone in DL gegeben. Anschließend wird über die künftigen Ausbauprojekte berichtet, die sich aufgrund der HAMNET-Förderung des DARC e.V. aus den Mitteln der Mitgliedschaft-Pro 2016 ergeben. Zusätzlich laufende Planungen können auch aus dem Publikum heraus der Community mitgeteilt werden.


Jann Traschweski, DG8NGN - Net44-Adressnutzung im Internet - Eine Gefahr für das HAMNET?

Uhrzeit: 10:45 - 11:15
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: Das HAMNET nutzt den IP-Adressbereich des Network44 (44.0.0.0/8) wie ein internes Netzwerk nach RFC1918. Innerhalb des Network44 können alle Geräte im Idealfall Ende-zu-Ende ganz ohne NAT kommunizieren. Die NAT-Technologie kommt zum Einsatz, um an verschiedensten Stellen Internet-Anfragen aus der Region ins Internet weiterzuleiten. Seit einigen Jahren werden zudem Teile des Network44 in Kooperation mit Internet Service Providern und der Amateur Radio Digital Communications Inc direkt über BGP im Internet announced, was nun zu Kompatibilitätsproblemem führt.

Die IP-Koordination DL wird künftig mit ihrem zentralen Gateway dafür sorgen, dass eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem HAMNET und direkt über BGP announcten Netzen möglich sein wird. Leider ergeben sich bei den unterschiedlichen Verfahren, Nutzungsweisen und Ansichten zum 44'er-Netz Inkompatibilitäten, welche in diesem Vortrag näher vorgestellt werden. In den letzten Wochen wurde ein Lösungsansatz erarbeitet, der das Problem auf globaler Ebene angeht und Workarounds unnötig machen soll. Details wirden in diesem Beitrag vorgestellt.


Thomas Osterried, DL9SAU - Von der Idee zum Netzknoten - Einsteigervortrag für HAMNET SysOP's

Uhrzeit: 11:30 - 12:00
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: Unser HAMNET ist etwas komplexer als es zu Packet-Radio-Zeiten war. Beiden gemeinsam ist: man brauchte einen guten Standort, mindestens einen Linkpartner, eine geeignete Linkfrequenz, Link-TRX, Richtantenne und ein geeignetes Link-Budget, manchmal verbunden mit etwas Lötarbeit. Bei Packet-Radio war die Auswahl von Link-TRX, Antenne und die Knoten-Hard+Software überschaubar. Noch schneller war der Nutzerzugang aufgebaut. Hatte man Komponenten beisammen, noch schnell den FlexNet oder NetRom-Knoten mit dem Nachbarn verheiratet, und schon konnte man sich, je nach Interesse, um die nächsten Ausbaustufen (Mailbox, DX-Cluster, convers, TCP/IP, ..) kümmern, während sich die neuen Nutzer den Weg durch's Netz bahnten.

Beim HAMNET haben wir mit vielen neuen Begriffen zu tun. Wir brauchen Hardware. Eine Funkeinheit für die Linkstrecke und den Nutzerzugang, einen Router. Wir orientieren uns beim Linkpartner, damit wir kompatibel sind und er uns bei der Konfiguration und Integration ins HAMNET helfen kann. Unser Regional-Koordinator (wie finde ich ihn - oder gibt es überhaupt schon einen?) wird uns IP-Adressen zuweisen für das Backbone-Netz, die Dienste und Nutzerzugang. Nicht zu klein und nicht zu groß - was ist zu beachten / best practises? In DL kommt der Netzblock aus 44.224.0.0/15 - wie kommt es dazu? Diese werden später auf beiden Router konfiguriert und mit der AS-Nummer im Routingprotokoll BGP verankert. Wie fügt sich das ins Netz ein? - www.de.ampr.org. Link-Komponenten, Router und Dienste müssen im DNS eingetragen werden. Die HAMNET-DB, welche schon vorher bei der Linkplanung hilfreich war, kann uns auch hier unterstützen. Netze für die lokalen Dienste und den Nutzerzugang wollen passend geplant und konfiguriert sein. Ohne DHCP und DNS (welcher DNS-Server?) geht nichts. Die HF-Eigenschaften von Linkstrecke und Nutzerzugang müssen konfiguriert werden - also an den richtigen der 100 Stellschrauben drehen. Unsere Nutzer werden uns fragen welche Hardware sie kaufen sollen und wie sie zu konfigurieren ist. Was wollen sie im Netz? Wo finden sie was im Netz? Wir wollen selbst auch Dienste anbieten (-> Ideen?), und wenn ein Link nicht funktioniert, hilft uns unser Monitoring und Statistiken. Diese und weitere Fragen werde ich im Vortrag beantworten, erhellen und vertiefen.


Gerd Lahode, DL8UE / Christian Schlich, DM4KCS - Linkstrecken in Theorie und Praxis

Uhrzeit: 12:00 - 12:30
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: Linkstrecken in Theorie und Praxis, am Beispiel von DB0EIF - Ein etwas größeres Projekt.


Ralf Wilke, DH3WR - Neuer Funkrufmaster DAPNET

Uhrzeit: 13:30 - 14:00
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: Als Nachfolger zum Funkrufmaster 1.16 wurde DAPNET entwickelt. Der Vortrag stellt das Konzept und die Bedienung vor und wirbt für Unterstützung und Akzeptanz des neuen Systems.


Johannes Gierlach, DJ7LC - MMDVM Repeater mit Hamnet-Anbindung

Uhrzeit: 14:00 - 14:30
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: Aus zwei Analogfunkgeräten, einem Arduino-Controller, einem Raspberry PI und dem Multi Media Digital Voice Modem nach G4KLX lässt sich ein vollwertiges digitales Amateurfunkrelais aufbauen. Dieser Vortrag ist ein Erfahrungsbericht über den Aufbau, sowie den Abgleich und Betrieb des 70cm-MMDVM-Relais DB0WA. Die wesentlichen Themen sind:

  • Implementierung digitaler Betriebsarten auf dem MMDVM
  • Technische Grundlagen von DMR
  • Eignung verschiedener Analogfunkgeräte
  • Konfiguration des MMDVM
  • Abgleich der Signalpegel
  • Temperaturüberwachung
  • Netzanbindung über HAMNET
  • Dashboard als HAMNET-Seite
  • Konfiguration über ein Web-Interface
  • Betriebsstabilität

Ralf Wilke, DH3WRSIP-Telefonie im HAMNET

Uhrzeit: 14:30 - 15:00
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: Die Voice over IP Telefonie im Hamnet erfreut sich zunehmende Beliebtheit. Daher soll hier kurz die Einrichtung eines VoIP Telefons, einer Fritzbox als SIP-Client und für Sysops die Einrichtung eines Asterisk Telefonie-Servers aufgezeigt werden.


Ralf Wilke, DH3WR - SDRPager - Low Cost Funkrufsender

Uhrzeit: 15:45 - 16:15
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: Die Amateurfunkgruppe an der RWTH Aachen hat einen Software basierten Funkrufsender entwickelt, der außer einem RasPi und einem entsprechenden Sender keine weiteren Komponenten braucht. Das Projekt wird vorgestellt und der Aufbau erklärt.


Jann Traschweski, DG8NGN - Zentrale Dienste im HAMNET - ein Lösungsvorschlag

Uhrzeit: 16:15 - 16:45
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: In den letzten Jahren wurde an die IP-Koordination DL immer wieder die Frage herangetragen, wie und wo ein interessanter Dienst gut erreichbar im HAMNET zur Verfügung gestellt werden könnte. Die Anfragen reichen von
Basisdiensten wie DMR-Mastern oder Echolink-Proxies, bis hin zur Anbindung von Servern mit Diensten und Software rund um den Amateurfunk, die bereits im Internet in irgendeinem Rechenzentrum laufen.

Bis heute kann die IP-Koordination DL keine eindeutige Antwort darauf geben. Das HAMNET ist ein (idealerweise) funkbasiertes Netzwerk, in dem ein Dienst entweder am Standort A oder am Standort B zur Verfügung gestellt wird. Die Erreichbarkeit hängt letztendlich stark davon ab, an welchem Ort der Dienst zu Verfügung gestellt wird und von wo dieser
Dienst aus genutzt werden soll. Auch die IP-Koordination DL bietet Basisdienste wie z.B. ihre Webseite, einen whois-Server oder einen Mikrotik Update Server an, die je nach Region mehr oder weniger gut nutzbar sind.

Ein hohes Datenaufkommen auf unseren Funkstrecken wird auch von Nutzern verursacht, die per VPN über das Internet mit dem HAMNET verbunden sind. Hier stellt sich die Frage, warum im worst case Pakete erst weit durch unser Funknetz vermittelt werden müssen, wenn auf der Strecke bereits einige andere HAMNET-Knoten liegen, die selbst auch einen Fuss im
Internet haben. Idealerweise werden bereits an diesen HAMNET-Knoten die Pakete ausgeleitet.

Wir möchten einen Lösungsansatz zur Diskussion stellen, wie zentrale Dienste mit Hilfe des Internets zuverlässig zur Verfügung gestellt werden können, eine gute HAMNET-Konnektivität haben - und bei manchen Diensten dem Endnutzer sogar die Wahlmöglichkeit geben, ob die Verbindung rein über HF, oder über die nahegelegene Internetverbindung erfolgen soll. Durch die Vermittlung der Datenpakete auf dem kürzesten Weg werden auch Übertragungskapazitäten auf unseren Funkstrecken frei, die für funkbasierte Dienste genutzt werden können. Wie solche Dienste konstruiert werden müssten, wird in dem Vortrag konkret dargestellt.


Felix Erckenbrecht, DG1YFE - Kurz vorgestellt: 70 cm HAMNET Transceiver für Benutzer und Einstiege

Uhrzeit: 16:45 - 17:00
Raum: Hörsaal FT
Zusammenfassung: Nicht vorhanden

 

Track 2

 

Ralf Zeidler, DJ9RZ -  Fledermaustelemetrie

Uhrzeit: 11:30 - 12:00
Raum: Hörsaal FT 103
Zusammenfassung: Um den Fledermauszug zu monitoren werden im Sommer eines jeden Jahres Fledermäuse besendert. Um diese Sender zu lokalisieren, könnte das HAMNET im 2m Bereich mittels eines Software Defined Radios erweitert werden, um die Signale aufzuzeichnen und somit letzendlich der Wissenschaft zu dienen. Mehr Informationen unter radio-tracking.eu


Thomas Osterried, DL9SAU - Stand der Entwicklung bei Linux AX.25 -apps, -tools, lib-

Uhrzeit: 14:00 - 14:30
Raum: Hörsaal FT 103
Zusammenfassung: Schon in der Frühzeit seiner Jugend wurde in den "linux" Kernel eine native AX.25 Unterstützung eingebaut. Die Vorteile einer "Kernelspace-Implentierung" liegen nicht nur in der Performance, sondern auch in die bestmögliche Integration von Programmen in die Systemarchitektur ("connect" z.B. über den selben system-call wie beim Aufbau einer TCP-Verbindung). Die gemeinsame library libax25 wird von nicht nur von AX.25-apps und -tools verwendet: auch andere von Funkamateuren geschriebene Programme nutzen librarycalls aus dieser Lib und sind gegen sie gelinkt (Beispiele: Software für Mailbox, DX-Cluster, Funkruf, APRS).

Die Entwicklung der o.g. userspace-Utilities haben Ralf DL5RB und Thomas DL9SAU vor 11 Jahren übernommen. Da der linux Kernel sich weiterentwickelt, mußten die userspace-Programme und -Konzepte angepaßt werden. Viele neue Funktionen gibt es zwar nicht; andererseits gab es Fixes für eine Unmenge an größeren und kleineren Fehlern, die zum Teil so gut wie nie in Erscheinung traten und manchmal gar von Anfang an vorhanden waren. Bei der Entwicklung dieser userspace-Programme setzen wir auf hohe Code-Qualität durch review und Tests (frei nach dem Motto "es könnte auf einer Sonde zum Mars laufen"), und achten auf Rückwärtskompatibilität. Zudem stehen wir für Kontinuität und kümmern uns zuverläßig und zeitnah.

Gerade jüngere YLs und OMs, die nicht mit dem Packet-Radio-Netzwerk groß geworden sind, könnten die Details interessieren. Doch auch für die, die schon lange dabei sind, mag eine Auffrischung hilfreich sein. Manche der im Netz auffindbaren HOWTOs sind veraltet. Da es seit vielen Jahren keinen Vortrag zum Thema gab, möchte ich die Gelegenheit der HAMNET-Tagung 2016 nutzen.

Übrigens, auch nicht-Funkamateure haben beim Thema Internet-of-things (IOT) die Vorzüge von kernel-AX.25 entdeckt und reichten unlängst den einen oder anderen Patch ein.

Im Rahmen dieses Vortrags erfahrt Ihr mehr über

  • die grundlegenden Konzepte
  • Geschichte und Weiterentwicklung
  • Quelle und Compilierung
  • aktuelle Probleme im Kernel-AX25
  • Konfigurationsbeispiele und Tips für Eure Infrastruktur
  • Integration ins HAMNET

Jakob P. Strickler, DK3CW - HAMNET Notfunk-Anwendungen in Rhein-Main / Wetterau (AS64660)

Uhrzeit: 14:30 - 15:00
Raum: Hörsaal FT 103
Zusammenfassung: Der Vortrag soll einen Überblick über mögliche Notfunk-Anwendungen im HamNet bieten und zu weiteren Ideen anregen. Themen sind unter anderem die Integration von WinLink 2000 (KW/UKW) ins HamNet, VoIP (SIP, Mumble, EL etc.) und dessen Anbindung an bestehende Analog-Funksysteme (Phonepatch UKW/ KW), Funkrufalarmierung (Unwetter, WinLink E-Mail, Flugverkehr Rettung / Polizei, etc.) via HamNet (Basis ist Funkrufmaster 1.16, DAPNET 2.0 Unterstützung geplant), WebSDR, Informations- und Lokalisierungssysteme mit multiplen Datenquellen wie ADSB und Cloudserver. Abschließend soll ein kurzes Fazit über die Eignung von HamNet für Notfunkanwendungen hinsichtlich der Stellung in einer Rückfallebenenhierarchie gezogen werden sowie eine Empfehlung für eine Anpassung der hamnetdb hinsichtlich Notfunktauglichkeit von Links und Standorten anhand statischer Kriterien (z.B. USV, Akku-Kapazität) und dynamischer ICMP-Informationen (Verfügbarkeit über Zeit) abgegeben werden.


Michael Matthes, DG5MM - QAMnet - Erfahrungen bei Konzeption und Bau einer automatisch betriebenen Wetterstation im Hamnet

Uhrzeit: 15:45 - 16:15
Raum: Hörsaal FT 103
Zusammenfassung: Vorstellung des aktuell bei DB0SDA betriebenen Prototyps einer automatischen Wetterstation auf Basis des Raspberry Pi und verschiedener Sensoren.

Flyer

Flyerklein 2017